Finanzielle Sorgen
Erkundige dich, ob du dich für eines der offiziellen Finanzpakete qualifizierst. Informiere dich erst online auf der Website des SECO oder bei der Finanzbehörde in deinem Kanton, dann kontaktiere deine Bank. Nachfolgend findest du die Informationen des SECO.
1. Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Angestellte
Anspruch auf eine Entschädigung haben Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Anspruch auf die Entschädigung gibt es ebenfalls bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne.
Hier findest du weitere Informationen:
2. Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige
Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist für folgende Fälle vorgesehen:
- Schulschliessungen
- Ärztlich verordnete Quarantäne
- Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes
Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements wegen der Massnahmen gegen das neue Coronavirus annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen.
Für den aktuellen Stand zu den Empfehlungen konsultiere bitte die SECO-Website:
3. Weitere Tipps
- Sprich mit deiner Bank.
- Schau, ob sich deine Unternehmung für einen Kredit qualifiziert.
- Schau, ob deine Branche schon entsprechende Kampagnen macht?
Beispielsweise für Kulturschaffende.
Beispielsweise der Coiffeurverband.
Beispielsweise der Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverband (Infos fürs Baugewerbe)
- Schäme dich nicht für deine Sorgen, denn diese sind absolut normal in einer solchen Situation. Spreche mit deinen Angehörigen über die Problemstellung. Vielleicht lassen sich einfache Lösungen finden.
Existenzängste
Die aktuelle Unklarheit rund um das neue Coronavirus kann neben mittelfristigen finanziellen Sorgen auch allgemeine Fragen aufwerfen, wie es im Leben denn jetzt weitergehen soll.
Du hast immer Möglichkeiten, die Situation zu verändern, auch wenn es kleine Schritte sind. Du kannst dich aus der Situation befreien, auch indem du gezielt Unterstützung anderer annimmst. Hole dir gedanklich die Kontrolle über dein Leben zurück.
Nachfolgend findest du Tipps dazu.
1. Schreibe deine konkreten Befürchtungen auf
Antworten auf mögliche Befürchtungen sind: In der aktuellen Situation rund um das neue Coronavirus wird niemandem die Wohnung gekündet, die Lebensmittelgeschäfte bleiben offen und haben genug Nahrungsmittel. Du hast Zugang zum Gesundheitssystem.
2. Entwickle einen Plan und setze diesen Schritt für Schritt um
Wie sieht deine berufliche Situation aus? Dein Privatleben? Welche monatlichen Ausgaben und Einnahmen hast du? Hast du Schulden? Welche Kosten sind unnötig oder könnten reduziert werden? Denke dabei nicht nur an die nächsten Wochen, sondern überlege dir auch mittelfristig: Auf welche Weise könntest du die Einnahmen erhöhen? Erarbeite einen möglichst konkreten Plan und setze Prioritäten.
Tipps zur Budgetberatung findest du beispielsweise hier:
3. Hole Hilfe
An wen oder an welche Institution in deinem Kanton kannst du dich wenden, um Unterstützung zu erhalten.
- Rede mit deinem Arbeitgeber.
- Wende dich an deine Bank, die ist aktuell befugt, unkomplizierte Kredite zu sprechen.
- Schuldenberatung Deutschschweiz und Tessin.
- Fachstelle Plusminus.
- Rede mit jemandem aus deinem privaten Umkreis.
- Rede mit einem Coach, Therapeuten, Seelsorger: Beispielsweise bei digitale Kirchen oder über Beratung / Therapie: Hier findest du Infos der FSP.
(Quelle:“Existenzangst“ angelehnt an den Blogbeitrag von Sebastian D. Kraemer auf www.psog.de/existenzangst/)
