Isolation und Einsamkeit
Tipps vom Verband der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP)
Fünf Tipps zum Umgang mit Isolation und Ängsten
- Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte (beispielsweise via Telefon oder Video)
- Halten Sie eine Tagesstruktur (regelmässig Essen und Schlafen) und eine Routine ein (etwa täglich um 8 Uhr eine halbe Stunde Turnübungen).
- Nutzen Sie die gewonnene Zeit für sinnvolle Dinge, die sie schon längst machen wollten (wie ein Fotoalbum nachführen oder ein Buch lesen)
- Nutzen Sie Ihre Räumlichkeiten dazu, zwischendurch für sich allein zu sein.
- Bieten Sie Hilfe an, respektive nehmen Sie Hilfe an, falls Sie sie brauchen.
Ältere Menschen
Personen ab 65 Jahren und alle mit einer Vorerkrankung gehören zur Risikogruppe und müssen sich besonders schützen. Dies zwingt vor allem Seniorinnen und Senioren dazu, ihren Alltag stark einzuschränken und auf soziale Kontakte zu verzichten. Das ist nicht einfach, aber notwendig. Mit den Empfehlungen von Pro Senectute kann sowohl die Kontaktpflege als auch die Versorgung und Alltagsgestaltung aufrechterhalten werden.
Wie kann ich mich vor Einsamkeit schützen und dennoch meine sozialen Kontakte pflegen?
Tipps von Pro Senectute
- Suche telefonischen Kontakt mit deiner Familie, im weiteren Verwandtenkreis oder zu deinen Bekannten.
- Kennst du schon die Möglichkeiten, auf deinem Smartphone über das App WhatsApp Videoanrufe zu tätigen? Damit hörst du nicht nur die Stimme von deinem Gegenüber, sondern schaust deinem Gesprächspartner direkt in die Augen. Das schafft noch mehr Nähe.
- Tausche dich auf Plattformen oder in Foren über Themen aus, die dich interessieren und beschäftigen. Nutzen die Gelegenheit, dich mit anderen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Pro Senectute Telefonkette
Kennst du das Prinzip der Telefonkette? Mit einer Telefonkette schaffst du soziale Kontakte. Die Telefonkette kann das soziale Leben aufrechterhalten und hilft, Einsamkeit zu vermeiden. Damit ermöglicht sie Gleichgesinnten, sich auszutauschen.
Wie halte ich meine Versorgung und Verpflegung aufrecht, wenn ich das Haus nicht verlassen sollte?
Tipps von Pro Senectute
- Die Mahlzeitendienste von Pro Senectute liefern dir Mahlzeiten direkt nach Hause. Informiere dich bei deiner kantonalen Pro Senectute Organisation über das Angebot. Probiere auch unseren neuen, telefonisch kontaktierbaren Mahlzeitendienst CasaGusto Weitere Lieferdienste wie z.B. TakeAway findest du auch im Internet.
- Online-Lieferdienste wie Le Shop und coop@home liefern Güter des täglichen Bedarfs. Die Bestellung wird direkt an deine Haustüre geliefert. Bitte beachte, dass aufgrund der aktuellen Lage mit längeren Lieferzeiten zu rechnen ist.
- Kennst du schon die Hofläden in deiner Umgebung? Sie sind weniger frequentiert und bieten mittlerweile ein umfangreiches Sortiment.
- Familien- und Nachbarschaftshilfe: Vielleicht kannst du deine Familie, Verwandten oder Nachbarn darum bitten, Einkäufe für dich zu erledigen?
Auch auf Facebook-Gruppen wie «gern gscheh» bieten Freiwillige ihre Unterstützung an, um z.B. Nachbarschaftshilfe zu leisten.
Wichtig: Es sollten auch in diesem Fall die Verhaltens- und Hygienemassnahmen auf beiden Seiten eingehalten werden. (Pro Senectute)
Junge Menschen
Gemäss den aktuellen Empfehlungen des BAG sollen auch junge Leute möglichst zuhause bleiben und physische Kontakte meiden. Dies kann auch bei jungen Menschen Gefühle der Einsamkeit auslösen. Gerade auch Menschen in Single-Haushalten haben es in dieser Zeit nicht einfach. Wie können wir damit umgehen?
- Höre und sehe regelmässig deine Liebsten mithilfe von Angeboten wie Skype, Facetime oder auch WhatsApp.
- Verabrede dich geplant und regelmässig: Ein gemeinsames Kafi-Date per Skype? Abendessen per Facetime oder zusammen kochen über Teams?
- Wenn du dich mit Technik nicht auskennst, frage deine Freunde um Unterstützung.
- Spreche mit Freunden, Familie oder dem Arbeitsteam über die Gefühle von Einsamkeit.
- Plane dir Wohnungsprojekte ein. Vielleicht wolltest du schon lange die Zimmerwand streichen oder die Pflanzen umtopfen? Je wohler du dich zuhause fühlst, desto einfacher fällt das Zuhause sein.
- Widme dich einem Bastelprojekt: Nähen, stricken, bauen, malen. Arbeiten mit den Händen beruhigt und lenkt ab.
- Hörbücher, Podcasts oder Musik können helfen, Abwechslung in die Stille zu bringen.




